Nr
00178
Aufgabe
Projekt
Pavillons Bauabschnitt KMA II
Jahr
2020
Kund*in
KoSP GmbH
Text

In einem umfangreichen Werkstattverfahren wurden drei Architekturbüros für den Neubau von sechs Pavillons entlang der Karl-Marx-Allee in Berlin ausgewählt. Das Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement – KoSP GmbH bat uns um die Entwicklung eines Ausstellungskonzeps für die “attraktive Aufbereitung der Verfahrensinhalte und -ergebnisse”. Ausstellungsort war der Raum der ehemaligen Bibliothek im Kino International, der dort in ganzer Breite den hinteren Teil des Erdgeschosses einnimmt.

Ein „Werkstattverfahren“ ist ein kooperativer Planungsprozess. Es wird häufig in der Stadtentwicklung eingesetzt. Bürger, Anwohner und Experten arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von Lösungen.

Wir fangen damit an, uns Gedanken zu machen, wie wir dem Anspruch des Werkstattverfahrens nach Transparenz und Teilhabe auch beim Ausstellungskonzept gerecht werden. Also räumen wir im Budget Platz frei für einen Posten für 4000 Postwurfsendungen. In den Wohnblöcken im Gebiet ‘KMA II’, ergibt unsere Recherche, wohnen 4000 Menschen. Jede*r Nachbar*in ist persönlich eingeladen.

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Skizze
Postwurfsendungen

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Tür der ehemaligen Bibliothek

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Skizze
Ausstellungsplakat

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Skizze
Rückseite Flyer

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Skizze
Ausstellungsplakat
mit
Obamaschuhen

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Bibliotheksraum Kino International
leer

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Bibliotheksraum Kino International
mit Tisch

Wie sieht aber die Ausstellung aus? Beim Eintreten in die leer geräumte ehemalige Bibliothek des Kinos, unser Ausstellungsraum – fällt der Blick direkt auf einen 15 Meter langen Tisch. Er besteht aus 6 modularen Elementen, aus Gerüstböcken und gelben Schaltafeln, aufgebaut zwischen den Säulen und der Fensterfront des kleinen Saals. Die Baustellenelemente verweisen darauf, dass nach dem Ende des Konzeptverfahrens die Arbeit erst richtig los geht.

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Aufkleber

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Schalbretter als Tischbretter

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Tischböcke

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Begrüßung

An Blumen und Süßigkeiten vorbei kommt man als Bersucherin auf den großen langen Tisch zu, in der Mitte die Pavillion-Modelle, drumherum ganz viele Objekte an unterschiedlichen Stationen. Kleine Dinge, große, hochaufragende, oder unter Lampen liegende zum Drüberbeugen. Der Tisch ist einem Zeitstrahl gleich aufgebaut. Die Objekte rechts sprechen über die Geschichte der historischen Pavillions (DDR) in der Karl-Marx-Allee, weiter zur Mitte hin, wird darüber berichtet, wie der aktuelle Stand ist (Werkstattverfahren und Modelle der neuen Pavillions) und am linken Ende des Tisches geht es um die geplante Zukunft (Nutzer*innen der neuen Pavillions).

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15 m langer Tisch als Zeitstrahl

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Aufkleber

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Spaghettistühle

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Historischer Film

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Der Verfahrens-Teppich

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Ordner

Jede einzelne Station an diesem Tisch wurde bis ins Detail von uns ausgearbeitet, doch das magischste Herzstück der Ausstellung und unser größter Beitrag dazu, dass sie ein großes unterhaltsames Gemeinschaftserlebnis wird, ist die Idee, dass alle zusammen, Besucher*innen, Nachbar*innen und Expert*innen, Zeitkapseln füllen.

Alle werden mit der Einladung zur Ausstellung darüber informiert, dass sie Gegenstände für Zeitkapsel mit­bringen sollen. In der Ausstellung stehen am linken Tischende 6 Zeitkapseln bereit gefüllt zu werden, um dann später feierlich jeweils auf den 6 Baustellen vergraben zu werden.

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Zeitkapsel

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Zeitkapsel

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Zeitkapsel

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Zeitkapsel

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Zeitkapsel

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Zeitkapsel

Diese sechs Zeitkapseln sind das Symbol für eine gemeinsame Zukunft. Sie bewahren die Geschichte, den Werdegang und den Kontext in dem die sechs neuen Pavillons entstanden sind auf. Sie werden bei der ISTC (International Society for Time Capsules) registriert.

Es gibt eine Zettelbox, Stifte und Minikapseln für private Nachrichten, so dass jede*r etwas spontan in die Zeitkapsel mitgeben kann, ohne etwas mitgebracht zu haben.

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Tscheburaschka

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Objekte für die Zeitkapseln

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Obama-Schuhe vom Museum der Dinge

In unserer Idealvorstellung ist das Ergebnis des Ausstellungsbesuch, dass die Ex-Funktionärsgattin aus der Nachbarschaft gemeinsam mit einem ngbk-Mitglied Blechkuchen ißt und sich von einem Stadtplaner erklären lässt, was diese gelben Schalplatten eigentlich sind und darüber kokettieren, dass sie sich nicht verraten, was sie auf ihre Zettelchen für die Zeitkapsel geschrieben haben.

Architekten:
co now