Nr
00178
Aufgabe
Projekt
Pavillons KMA II
Jahr
Kund*in
Text

In einem umfangreichen Werkstattverfahren wurden drei Architekturbüros für den Neubau von sechs Pavillons entlang der Karl-Marx-Allee in Berlin ausgewählt. Das Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement – KoSP GmbH bat uns um die Entwicklung eines Ausstellungskonzepts, das den kooperativen Planungsprozess von Bürger*innen, Anwohner*innen, späteren Pavillon-Mieter*innen und Experten*innen zeigt. Ausstellungsort war der Raum der ehemaligen Bibliothek im Kino International, der dort in ganzer Breite den hinteren Teil des Erdgeschosses einnimmt.

Als erstes räumten wir im Budget Platz frei für einen Posten für 4000 Postwurfsendungen: in den Wohnblöcken im Gebiet ,KMA II’, ergibt unsere Recherche, wohnen 4000 Menschen. Jede*r Nachbar*in ist persönlich eingeladen.

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Skizze
Postwurfsendungen

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Tür der ehemaligen Bibliothek

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Skizze
Ausstellungsplakat

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Skizze
Rückseite Flyer

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Skizze
Ausstellungsplakat
mit
Obamaschuhen

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Bibliotheksraum Kino International
leer

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Bibliotheksraum Kino International
mit Tisch

Text

Beim Eintreten in die leer geräumte ehemalige Bibliothek des Kinos, unser Ausstellungsraum – fällt der Blick direkt auf einen 15 Meter langen Tisch. Er besteht aus 6 modularen Elementen, aus Gerüstböcken und gelben Schaltafeln, aufgebaut zwischen den Säulen und der Fensterfront des kleinen Saals. Die Baustellenelemente verweisen darauf, dass nach dem Ende des Konzeptverfahrens die Arbeit erst richtig los geht.

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Aufkleber

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Schalbretter als Tischbretter

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Tischböcke

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Begrüßung

Text

An Blumen und Süßigkeiten vorbei kommt man als Bersucherin auf den großen langen Tisch zu, in der Mitte die Pavillon-Modelle, drumherum viele Objekte an unterschiedlichen Stationen. Kleine Dinge, große, hochaufragende, oder unter Lampen liegende zum Drüberbeugen. Der Tisch ist einem Zeitstrahl gleich aufgebaut. Die Objekte rechts sprechen über die Geschichte der historischen Pavillions (DDR) in der Karl-Marx-Allee, weiter zur Mitte hin, wird darüber berichtet, wie der aktuelle Stand ist (Werkstattverfahren und Modelle der neuen Pavillons) und am linken Ende des Tisches geht es um die geplante Zukunft (Nutzer*innen der neuen Pavillons).

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15 m langer Tisch als Zeitstrahl

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Aufkleber

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Spaghettistühle

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Historischer Film

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Der Verfahrens-Teppich

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Ordner

Text

Jede einzelne Station an diesem Tisch wurde bis ins Detail von uns ausgearbeitet, doch das magischste Herzstück der Ausstellung und unser größter Beitrag dazu, dass sie ein großes unterhaltsames Gemeinschaftserlebnis wird, ist die Idee, dass alle zusammen, Besucher*innen, Nachbar*innen und Expert*innen, Zeitkapseln füllen.

Alle werden mit der Einladung zur Ausstellung darüber informiert, dass sie Gegenstände für Zeitkapseln mit­bringen sollen. In der Ausstellung stehen am linken Tischende 6 Zeitkapseln bereit gefüllt zu werden, um dann später feierlich jeweils auf den 6 Baustellen vergraben zu werden.

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Zeitkapsel

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Zeitkapsel

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Zeitkapsel

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Zeitkapsel

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Zeitkapsel

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Zeitkapsel

Text

Diese sechs Zeitkapseln sind das Symbol für eine gemeinsame Zukunft. Sie bewahren die Geschichte, den Werdegang und den Kontext in dem die sechs neuen Pavillons entstanden sind auf. Sie werden bei der ISTC (International Society for Time Capsules) registriert.

Es gibt eine Zettelbox, Stifte und Minikapseln für private Nachrichten, so dass jede*r etwas spontan in die Zeitkapsel mitgeben kann, auch ohne etwas mitgebracht zu haben.

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Tscheburaschka

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Objekte für die Zeitkapseln

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Obama-Schuhe vom Museum der Dinge

Text

In unserer Idealvorstellung ist das Ergebnis des Ausstellungsbesuch, dass die Ex-Funktionärsgattin aus der Nachbarschaft gemeinsam mit einem ngbk-Mitglied Blechkuchen ißt und sich von einem Stadtplaner erklären lässt, was diese gelben Schalplatten eigentlich sind und darüber kokettieren, dass sie sich nicht verraten, was sie auf ihre Zettelchen für die Zeitkapsel geschrieben haben.

Architekten:
co now